Jüdisches Leben in Deutschland beim Limmud Boston

Bericht von unserem Limmudnik Daniel Katz über seine Teilnahme beim Limmud in Boston
Im amerikanischen Herbstsemester 2011 hielt ich ein Forschungsstipendium in Judaistik an der Harvard University. Ich nutzte die Gelegenheit aus, am dortigen Limmud teilzunehmen. Es handelte sich um einen ganzen Tag. Man erwartete etwa 500 Teilnehmer und es gab durchgehend ein Duzend Veranstaltungen, die gleichzeitig stattfanden. Tagungsort war eine Synagoge in einem Vorort von Boston. (In den USA spricht man von Synagogen statt Gemeinden. Eine “Jüdische Gemeinde Boston” gibt es nicht. Es gibt mehrere Synagogen in einer Stadt. Fast jede funktioniert als eigene, unabhängige Gemeinde und schliesst sich an die Reformierte, Konservative oder Orthodoxe Bewegung an.)
Die Atmosphäre war sehr locker. Menschen jedes Alters waren dar. Die Veranstaltungen waren natürlich verschiedener Qualitäten. Einige Referenten waren akademische oder religiöse Profis. Verlage und Künstler verkauften ihre Waren und Vereine machten ihre Ziele bekannt. Es gab neben Vorträge auch Konzerte. Koscheres Mittag- oder Abendessen konnte im Voraus man gegen Aufpreis bestellen.

Ich sprach über den Zustand der Juden im heutigen Deutschland. Dafür interessieren sich viele Amerikaner. Mindestens 40 Menschen kamen zu mir und stellten viele Fragen. Einige waren schon früher in Deutschland gewesen oder planen, dahin zu fahren. Andere wollten sich einfach informieren lassen.

Wenn Sie mehr wissen möchten, besuchten Sie die Website: https://limmudboston.org